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Pressemeldungen November 2006

 
 

19.11.06

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft ab Januar: Schrittmacherfunktion im Tierschutz angemahnt

Voraussichtlich am Montag wird sich die EU-Kommission zu einem Verbot des Imports von Hunde- und Katzenfellen äußern. Dies fordert der Deutsche Tierschutzbund bereits seit Jahren. Zudem hat Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation die tierschützerischen Erwartungen an die deutsche EU-Präsidentschaft (ab Januar 2007) in einem Positionspapier vorgelegt. Der Deutsche Tierschutzbund erwartet von der Bundesregierung, dass diese während der EU-Präsidentschaft zum Schrittmacher für die Belange des Tier- und Verbraucherschutzes in der Europäischen Union wird.
 
Mehr Tierschutz, mehr Verbraucherschutz, mehr Transparenz. Das sind auf den Punkt gebracht die tierschützerischen Erwartungen an die Bundesregierung für die Zeit der EU-Präsidentschaft. „Die vielen Skandale in der industriellen Tierhaltung beweisen, dass Tier- und Verbraucherschutz untrennbar sind. Wir erwarten von der Bundesregierung eine aktive Rolle auf EU-Ebene, besonders während der Präsidentschaft“, erläutert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Wer als Ziel formuliert, EU-Vorgaben zum Tierschutz künftig „1 zu 1“ umsetzen zu wollen, verstößt gegen den Geist des Staatsziels Tierschutz, erklärt der Deutsche Tierschutzbund in der Präambel des Positionspapiers „Tierschutz bewegt: Deutsche EU-Präsidentschaft“, das auch Bundesminister Horst Seehofer überreicht wurde. Die Renaissance der Käfighaltung von Legehennen beweist, dass die „1 zu 1“-Philosophie zu Verschlechterungen deutscher Standards führt. In der Konsequenz ist die Bundesregierung umso mehr verpflichtet, sich für die Verbesserung des Tierschutzes in der EU stark zu machen.
 
Geht es nach dem Deutschen Tierschutzbund, dann muss die Bundesregierung den Tierschutzaktionsplan der EU effektiv umsetzen und verbessern. Tiertransporte und Legehennen gehören dabei ebenso zu den vorrangigen Handlungsfeldern wie die Schaffung eines EU-Tierschutz­siegels, die verbesserte Förderung von Alternativenmethoden zum Tierversuch und Importverbote für Wildvögel, Robbenprodukte sowie für Hunde- und Katzenfelle.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Tierschutz bewegt: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft
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