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Eier-Kennzeichnung

 
 

Die Kennzeichnung von Schaleneiern ist eine echte Erfolgsgeschichte: Immer mehr Verbraucher kaufen seit dem Beginn der Kennzeichnungspflicht 2004 Eier aus artgerechter Haltung.  Das beweist, dass sich Konsumenten bei einer klaren Kennzeichnung bewusst für den Tierschutz entscheiden.
  

Seit dem 1. Januar 2004  - auf den Wochenmärkten seit dem 1. Juli 2005 - muss auf Eiern bzw. deren Verpackung im Handel verpflichtend das Haltungssystem, das Herkunftsland und die Verpackungsstelle gekennzeichnet sein. Dies gilt für die gesamte EU.
 
 

Verpackungskennzeichnung

  • Eier aus Freilandhaltung,
  • Eier aus Bodenhaltung oder
  • Eier aus Käfighaltung (optionaler Zusatz: Kleingruppenhaltung)

 
Die Eier selbst werden mit einem Code gekennzeichnet,  z.B. 1 DE-23457. Die erste Ziffer steht dabei für das Haltungssystem:
 
0 = Eier aus ökologischer Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Eier aus Käfighaltung
 
Anschließend folgt der Ländercode, der besagt, woher das Ei stammt (z.B. DE für Deutschland). Auf den Ländercode folgt die Identifizierungsnummer, die den Betrieb codiert.

 
 

Gefärbte Eier und Eiprodukte ohne Kennzeichnung



Fertig gefärbte Eier müssen nicht gekennzeichnet sein. © Peter Röhl/pixelio

Gekochte und vorgefärbte Eier sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Vielen Verbrauchern, die gefärbte Oster- oder Partyeier erwerben, ist das nicht bewusst. Doch hinter der Farbschicht verbergen sich häufig Käfigeier. Wir appellieren daher an die Verbraucher, Eier selbst zu färben und setzen uns darüber hinaus auch für die Aufhebung dieser Ausnahmevorschrift ein.
 
Ein weiterer Punkt kommt hinzu: Nicht alle Eier werden als Schaleneier abgegeben. Etwa 40 Prozent der in Deutschland produzierten Eier werden in Nudeln oder Fertigprodukten verarbeitet, ohne dass der Verbraucher darüber aufgeklärt werden muss, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen. Milliarden Eier aus der Käfigqualhaltung werden jährlich in Eierlikör, Fertignudeln, Backmischung oder Fertigkuchen verarbeitet. Eine Konditorei der Firma Coppenrath beispielsweise wird jeden Tag mit einem Tanklastzug voll Flüssigei beliefert. Er ist gefüllt mit 20.000 Litern, das sind circa 600.000 Eier.
 
Wir fordern daher eine verpflichtende Kennzeichnung aller Fertigprodukte entsprechend den Haltungssystemen der Legehennen. Solange dies noch nicht umgesetzt ist, appellieren wir an die Verbraucher, auf Fertigprodukte mit Eiern zu verzichten, sofern diese nicht eindeutig gekennzeichnet sind und mit Eiern aus Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung hergestellt wurden.
 
  Mehr zu diesem Thema:
Legehennen - Leiden im Käfig
EU-Tierschutzkennzeichen
Verbrauchertipps Eier
 
Kampagne: Kein Ei aus Quälerei
Aktion: Macht den Handel Käfig-Ei-frei! 
Kampagne: Keine Käfigeier in Produkten
 
 

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