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Die Bremer Affenversuche

 
 


Wie dieses Tier, müssen Affen auch an der Universität Bremen stundenlang vor dem Bildschirm sitzen.

Seit 1998 werden an der Universität Bremen an Affen Hirnversuche durchgeführt. Die Affen werden zunächst darauf trainiert, in einen Primatenstuhl zu gehen und sich dort fixieren zu lassen, indem sie als Belohnung ein paar Tropfen Flüssigkeit bekommen. Da die Affen ansonsten nur ihre lebensnotwendige Flüssigkeitsration erhalten, leiden sie ständig unter Durst.
 
Sobald sich die Affen an den Stuhl und an das Fixieren „gewöhnt" haben und an einem Bildschirm Aufgaben lösen können, werden sie operiert. In der Operation wird der Schädel der Tiere geöffnet und ein Führungsrohr fest implantiert.  Durch dieses Rohr kann der Experimentator später die Elektroden schieben, mit deren Hilfe die Gehirnströme der Tiere während der Versuche gemessen werden kann. Außerdem wird eine Metallspule ins Auge implantiert, um die Augenbewegungen der Affen erfassen zu können.
 
Während der Versuche verbringen die Affen täglich bis zu sechs Stunden fixiert im Stuhl und lösen Aufgaben am Bildschirm, während aus dem Gehirn Nervenströme erfasst werden. Als Belohnung gibt es Flüssigkeit. Die Tiere machen die Versuche nur so lange mit, wie sie durstig sind. Die Affen müssen diese monotonen Aufgaben Tag für Tag über Jahre hinweg ertragen. Danach werden die Tiere getötet und ihre Gehirne werden untersucht.
 
 

Neuer Antrag abgelehnt

Schon vor Beginn dieser Experimente hat sich der Deutsche Tierschutzbund vehement dafür eingesetzt, dass diese nicht genehmigt werden.  1997 hat der Bremer Tierschutzverein einen Bürgerantrag „Keine Primatenforschung an der Universität Bremen" initiiert, um die Einrichtung des Lehrstuhls für Hirnforschung zu verhindern. Seitdem haben mehr 100.000 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger die Bürgeranträge des Bremer Tierschutzvereins gegen diese Versuche unterstützt.
 
Auch in der Politik herrscht Einigkeit darüber, dass die Affenversuche gestoppt werden müssen. Der Bremer Senat hat im Frühjahr 2007 beschlossen, dass bis 2008 der Ausstieg aus den Affen-Experimenten erfolgen soll. Dem entsprechend hat die Genehmigungsbehörde im Oktober 2008 den Antrag des Forschers zur Fortsetzung seiner Affenversuche abgelehnt.

Der Affenforscher und die Universität Bremen jedoch haben immer noch nicht realisiert, dass es für ihre Forschung keine Akzeptanz mehr gibt, denn sie sind nun vor Gericht gezogen, um dort die „Freiheit der Wissenschaft" einzuklagen.

 
 

Online-Abstimmung

Der Weser-Kurier führt zurzeit eine Online-Abstimmung zu den Affenversuchen in Bremen durch. Über den weiterführenden Link unten kommen Sie zum Artikel mit der Abstimmung, wo Sie für ein grundsätzliches Verbot der Affenversuche stimmen können.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Aktuelles aus Bremen
Verbandsklage in Bremen
Versuche an Primaten
Kampagne: Affenversuche sind armselig
 
Pressemitteilungen
Leid der Bremer Versuchsaffen darf vorläufig weitergehen (19.10.09) 
Affenversuche in Bremen gehen vorerst weiter (19.12.08)
Ende der Affenversuche rechtmäßig (17.11.08)
Ende der Affenqual in Sicht (16.10.08)
 
Downloads
Fragen und Antworten zu den  Bremer Primatenversuchen (16.10.2008, PDF)
 
Weiterführende Links
Weser-Kurier: Abstimmung zu Affenversuchen
Aktionsseite des Bremer Tierschutzvereins: Stoppt Affenversuche
Affenversuche in Bremen (Akademie für Tierschutz)
 
 

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