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Pressemeldungen Oktober 2006 |
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31.10.2006
Grausamer Vogelmord in Frankreich - Deutscher Tierschutzbund fordert mittelalterliches Vorgehen sofort zu beendenZu Beginn der diesjährigen Fangsaison von Singvögeln in Frankreich fordert der Deutsche Tierschutzbund einen sofortigen Stopp der grausamen und mittelalterlichen Fangmethoden mit Steinquetschfallen. Seit November 2005 dürfen in Frankreich in den Departements Lozère und Aveyron wieder Singvögel in solchen Fallen gefangen werden.
Eine Steinquetschfalle, „tendelles“ genannt, besteht aus einer schweren Kalksteinplatte, die mit einer Konstruktion aus kleinen Stöckchen aufgestellt und mit frischen Wacholderbeeren beködert wird. Vögel, welche die Beeren fressen wollen und dabei die Halterungen berühren, werden unter den hinunterfallenden Platten begraben oder in einem kleinen Zwischenraum gefangen. Diese Jagdmethode war ursprünglich seit 1989 verboten. Frankreichs Umweltministerin Nelly Olin hat diese jedoch wieder erlaubt, so der Deutsche Tierschutzbund in Bonn.
„Es ist vollkommen unverständlich, dass diese qualvolle Fangmethode in Frankreich wieder Einzug gehalten hat. Wir fordern ein sofortiges Verbot dieses barbarischen Vogelmordens“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Nach Schätzungen des Komitees gegen den Vogelmord e.V. gibt es 75.000 bis 125.000 aktive Quetschfallen in den französischen Departements, die zu qualvollen Verletzungen oder zum Tod der Singvögel führen. Opfer der Fallen sind vor allem Drosseln, Rotkehlchen, Pieper und Finken, die auch zum Teil durch die EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt sind. Viele Vögel werden beim Fang nicht sofort getötet, sondern ersticken, verdursten, verbluten oder sterben am Stress. Tieren, die nur gefangen werden, wird später vom Jäger das Genick gebrochen. Untersuchungen haben ergeben, dass 30 Prozent der erbeuteten Vögel geschützte Arten sind. In einem Schreiben an die Umweltministerin hat der Deutsche Tierschutzbund das sofortige Verbot dieser grausamen Fangmethode gefordert.
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