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Import von Primaten aus Mauritius

 
 


© M. Karremann

Bevor Affen im Tierversuch eingesetzt werden, haben sie häufig schon einen langen, leidvollen Weg hinter sich. Etwa die Hälfte der in Deutschland verwendeten Affen wurde importiert - vor allem aus Zuchtstationen auf Mauritius, aber auch aus China oder Vietnam.
 
 
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, begleitete den Dokumentarfilmer Manfred Karremann und ein ZDF-Team bei Recherchen auf Mauritius.  Das ZDF strahlte Manfred Karremanns Fernsehbericht 2006 in der Reihe "37Grad" aus. Ein ausführlicher Bericht über das Schicksal der Affen von Mauritius, der unten auf dieser Seite heruntergeladen werden kann, erschien in du und das tier 5/06. Der Deutsche Tierschutzbund verstärkte seine Kampagne gegen Affenversuche mit einem neuen Plakatmotiv: Affenversuche sind armselig.

 
 


W. Apel vor einer Affenfalle: Wenn die angefütterten Affen sich sicher wähnen, klappt sie zu. © M. Karremann

Der offiziellen Statistik des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES-Statistik) zufolge kommen aus Mauritius seit dem Jahr 2000 ausschließlich direkte Nachkommen von Wildfängen und sogar Wildfänge in deutsche Labors, obwohl das Tierschutzgesetz nur in ganz besonderen Ausnahmefällen die Verwendung von wild gefangenen Tieren erlaubt
 
Den lukrativen Affenhandel auf Mauritius betreiben gleich mehrere Firmen. Jährlich werden von dort etwa 7.000 Affen aus exportiert. Der Umsatz beläuft sich auf ca. 20 Millionen US Dollar. Einem Bericht des Ministeriums für Naturschutz und Tourismus (Ministry of Natural Resources and Tourism) vom Juli 2001 zufolge soll der Export bis zum Jahr 2020 bei 10.000 Affen pro Jahre liegen.
 
Wilde Affen sind aufgrund des Artenschutzrechts international streng geschützt. Auf Mauritius werden die Tiere jedoch als „Schädlinge“ eingestuft. Ihr Fang und Export wird mit dem Argument begründet, dies diene zum Schutz der Zuckerplantagen und anderer landwirtschaftlicher Anbauflächen.
 
Der Export der Affen ist mit hohen Verlusten verbunden. Tiere werden beim Fang verletzt, zum Teil so schwer, dass sie sterben. Der anschließende, tagelange Transport auf Straßen und in der Luft, verbunden mit erheblichen Temperaturunterschieden, Feuchtigkeitsschwankungen, Lärm, rüder Behandlung durch Menschen und mangelhafter Versorgung, ist zusätzlich eine starke Belastung für die Tiere.
 
 
Wir setzen uns dafür ein, dass Affen generell nicht mehr in Versuchen eingesetzt werden. Und Sie können uns helfen: Mit Ihrer Online-Spende und dem Verwendungszweck "Tierversuchsfreie Forschung" unterstützen Sie unseren Kampf  gegen die massenhafte Qual von Tieren in Versuchen. Vielen Dank! 

 
  Mehr zu diesem Thema:
Versuche an Primaten
Kampagne: Affenversuche sind armselig
 
Pressemitteilungen
Fang und Handel von Affen für Tierversuche (15.11.06)
Affenimporte für Tierversuche (13.11.06)
 
Weiterführende Links
Versuche an Primaten (Hintergrund Akademie für Tierschutz)
 
Downloads
Der lange Weg der Affen aus Mauritius (erschienen in du und das tier 5/06 - PDF)
 
 

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