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Pressemeldungen Oktober 2006

 
 

12.10.06

Deutscher Tierschutzbund appelliert zum morgigen Welt-Ei-Tag an Verbraucher: Kein Ei aus Quälerei!

Deutscher Tierschutzbund appelliert zum morgigen
Welt-Ei-Tag an Verbraucher: Kein Ei aus Quälerei!

 
Anlässlich des morgigen Welt-Ei-Tages fordert der Deutsche Tierschutzbund e.V. die Verbraucher auf, beim Eierkauf auf die Herkunft zu achten und Eier aus Freilandhaltung zu kaufen. Die Kennzeichnung von Schaleneiern ist aus Tier- und Verbraucherschutzsicht ein Erfolg. Sie müsse nun auch Pflicht für Eiprodukte wie Nudeln, Kuchen und Plätzchen werden, in denen hauptsächlich Käfig-Eier verarbeitet würden. Auch hier müsse sich der Konsument für den Verzehr von tierleidfreien Produkten entscheiden können, so der Deutsche Tierschutzbund in Bonn. Im März diesen Jahres hatte der Bundesrat beschlossen: Deutsche Legehennen müssen weiter in Käfigen leiden. Das geplante Käfigverbot ab 2007 wurde aufgehoben. Trotz steigender Nachfrage der Konsumenten nach Freilandeiern, fristen die meisten Deutschen Legehennen noch immer ein trostloses Dasein in Käfigen. Die Tiere haben weder ausreichend Platz, Licht, noch Bewegungsfreiheit.
 
„Wir fordern daher, sich bewusst gegen den Kauf von Käfigeiern zu entscheiden. Da die Legehennen in den Käfigen großes und nicht akzeptables Leid ertragen müssen! Der Verbraucher hat die Macht!“ so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Kennzeichnungspflicht beim klassischen Frühstücksei macht es Verbrauchern leicht, die Herkunft auszumachen. Jedes Ei ist mit einem Zahlencode gekennzeichnet, der entweder mit 0, 1, 2 oder 3 beginnt. Während 0 für Ökolandbau und 1 für Freilandhaltung steht, bedeutet 2 Bodenhaltung und 3 qualvolle Käfighaltung. Obwohl der Trend immer mehr zum Konsum von Freilandeiern gehe, propagiere die deutsche Eierindustrie noch immer den Käfig. Stattdessen würden Freilandeier aus Nachbarländern importiert um den Bedarf zu decken.
 
Die Käfig-Ei-Produzenten fänden dennoch Abnehmer für ihre Eier aus Qualhaltung: Etwa 40 % der in Deutschland produzierten Eier werden in Nudeln oder Fertigprodukten verarbeitet, ohne dass der Verbraucher darüber aufgeklärt werden muss, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen. Damit bleibe dem Verbraucher die Möglichkeit verwehrt, beim Kauf von Fertigprodukten Tierschutzgesichtspunkte zu berücksichtigen. Das sei weder im Sinne des Tier- noch des Verbraucherschutzes, so der Deutsche Tierschutzbund in Bonn. Der Verband fordert deshalb, dass auch Nahrungsmittel in denen Eier enthalten sind nach dem Haltungssystem für Legehennen gekennzeichnet werden müssen. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert gleichermaßen an Industrie und Verbraucher, neue Wege zu gehen und bewusste Entscheidungen gegen Tierqual in der Eierproduktion zu treffen.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Kennzeichnungsplicht für Eier
Legehennen: Leiden im Käfig
Kampagne: Kein Ei aus Quälerei
Vorherige Pressemeldungen
 
 

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