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Pressemeldungen Oktober 2006 |
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10.10.06Deutscher Tierschutzbund fordert Schutz von Tieren in der EU – EU-Parlamentariern sollen Tierschutz-Aktionsplan zustimmenVoraussichtlich morgen stimmt das Europäische Parlament über den Bericht des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zum Aktionsplan der EU für den Schutz und das Wohlbefinden von Tieren ab. Der Deutsche Tierschutzbund fordert die deutschen EU-Parlamentarier auf, sich mit Ihrer Zustimmung aktiv für den Schutz der Tiere in der Europäischen Union einzusetzen, um diesen schnell und konsequent zu verbessern. Vor allem in Anbetracht der bevorstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft sollten wichtige Tierschutzerfordernisse konkret aufgegriffen und vorangebracht werden, so der Deutsche Tierschutzbund in Bonn.
„Es ist enorm wichtig, dass der Tierschutz-Aktionsplan als ersten Schritt in Richtung einer umfassenderen und einheitlich koordinierten Tierschutzpolitik der EU umgesetzt wird. Insbesondere muss sich die EU, wie bereits vom Ausschuss vorgeschlagen, dem Schutz aller Tiere, also auch Heimtieren, Wildtieren sowie Zoo- und Zirkustieren annehmen“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. So müsste die EU zum Beispiel längst überfällige Maßnahmen gegen Hunde-, Stier- und Hahnenkämpfe ergreifen. Nur bei einer breiten Unterstützung aller Parlamentarier für den Tierschutz-Aktionsplan könne es mit dem Tierschutz in Europa effizient vorangehen, so Apel.
Insbesondere auch die Vermeidung von Tierversuchen und die Förderung tierversuchfreier Verfahren, um eine drohende Tierschutzkatastrophe bei der Umsetzung der EU-Chemikalienverordnung zu verhindern, habe große Bedeutung. Darüber hinaus müssten EU-weite Importverbote für tierschutzwidrige Erzeugnisse, wie Robbenprodukte oder Hunde- und Katzenfelle aus Asien beschlossen werden. Das im Zuge der Vogelgrippe verhängte Importverbot für Wildvögel solle aus Gründen des Tier- und Artenschutzes in ein dauerhaftes Einfuhrverbot überführt werden. Aber auch die Fahrzeitbegrenzung bei so genannten Schlachttiertransporten müssten neu verhandelt werden, um dem Leiden der Tiere ein Ende zu bereiten. Letztlich sei die Schaffung eines EU-Labels für tierschutzgerechte Erzeugnisse, dessen Vergabekriterien über geltende EU-Mindeststandards hinausgehen sollten, ein wichtiger und notwendiger Schritt zu mehr Tier- und Verbraucherschutz in der EU, so der Verband in Bonn.
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