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Pressemeldungen Oktober 2006 |
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09.10.06Endspurt für mehr Chemikaliensicherheit in der EU - Akademie für Tierschutz fordert tierversuchsfreie Prüfung!Die REACH-Verordnung (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung von Chemikalien) der Europäischen Kommission sieht vor, Mensch und Umwelt zukünftig besser vor giftigen Chemikalien zu schützen. „Jeder Bürger Europas muss dieses Ziel unterstützen“, bekräftigt Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz. „Es kann aber nur erreicht werden, wenn Tierversuche nicht länger zur Prüfung giftiger Wirkungen vorgeschrieben werden. Sie sind grausam und unzuverlässig“, so Rusche.
Doch nach dem neuesten Entwurf würde REACH offiziellen Berechnungen zufolge zum qualvollen Tod von mindestens 45 Millionen Versuchstieren führen. „Dies muss verhindert werden. Längst kann in wissenschaftlich anerkannten tierversuchsfreien Prüfmethoden, wie Computermodellen und Zellkulturverfahren, viel besser ermittelt werden, ob eine Chemikalie giftig ist oder nicht“, konstatiert Rusche. „Dies hat im vergangenen Winter auch der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments erkannt und in erster Lesung zu REACH viele wichtige Forderungen des Tierschutzes aufgegriffen. Auch im Plenum waren sie großenteils angenommen worden. Nur im Ministerrat hatten sie letztendlich keine Mehrheit gefunden“, so Rusche.
In der nun anstehenden zweiten Lesung kann das Parlament alle Forderungen, über die in erster Lesung keine Einigung erzielt wurde, erneut vorbringen, um so auf einen Kompromiss zu drängen. Die Abgeordneten des Umweltausschusses seien wichtige Verbündete des Tierschutzes, wie auch die von Dagmar Roth-Behrendt und Hiltrud Breyer zur Abstimmung vorgelegten Änderungsvorschläge belegen würden. Der Verband vertraue darauf, dass die Parlamentarier erneut für den Tierschutz stimmen. Es könne gelingen, eine neue EU-Chemikalienpolitik zu verabschieden, die anstelle von Tierversuchen auf tierversuchsfreien Prüfmethoden beruht – im Interesse von Mensch, Tier und Umwelt, so der Deutsche Tierschutzbund.
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