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Pressemeldungen Oktober 2006

 
 

03.10.06

Deutscher Tierschutzbund fordert zum Welttierschutztag „Stoppt Tierversuche“ und ruft zu „Respekt!“ auf

Anlässlich des morgigen Welttierschutztages verkündet der Deutsche Tierschutzbund sein diesjähriges Leitmotto „Respekt“. Der Verband und seine über 700 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen werden in den Wochen rund um den Welttierschutztag durch Aktionen zu mehr Respekt gegenüber Tieren aufrufen. Im Fokus steht beim diesjährigen Welttierschutztag das Leid der Versuchstiere. Aber auch die industriell geprägte Tierhaltung in der Landwirtschaft wird kritisiert.
 
An vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen stehen Tierversuche auf der Tagesordnung; finanziert wird das Trauerspiel aus Steuergeldern. Besonders in der Hirnforschung werden zahlreiche Affen, wegen ihrer Ähnlichkeit zum Menschen „verbraucht“. Der Deutsche Tierschutzbund klagt an, dass in Deutschland noch immer über zwei Millionen Tiere in grausamen Versuchen leiden müssen. Aus wissenschaftlicher Sicht sind diese zweifelhaft und könnten schon längst durch Alternativmethoden ersetzt werden.
 
„Tierqual darf in Deutschland nicht stillschweigend geduldet werden. Der Tierschutz findet in der Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Das, was den meisten Bürgern am Herzen liegt, muss auch die Politik endlich umsetzen: Mehr Respekt gegenüber unseren Mitgeschöpfen“, fordert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Dies gilt auch für die qualvollen Bedingungen in der industriellen Tierhaltung. Dort müssen unter anderem immer noch zig Millionen Legehennen, Schweine, Puten und Kaninchen in Enge und Dunkelheit dahinvegetieren. Neben den Haltungsbedingungen in der industriell geprägten Tierhaltung richtet sich die „Respekt“-Kampagne gegen jede Form des Missbrauchs von Mitgeschöpfen; sei es bei den Tierversuchen oder in privaten Haltungen bei den so genannten „Tiersammlern“.
 
Der Tierschutzbund appelliert an die Verbraucher, genau hinzuschauen, aktiv zu werden und sich für mehr Respekt gegenüber unseren Mitgeschöpfen einzusetzen. „Vor allem an der Ladentheke zeigt sich, dass der Verbraucher die Macht hat. ‚Nein’ zu tierquälerischen Produkten zu sagen, heißt Tieren zu helfen“, so Apel.

 
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