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Pressemeldung Oktober 2008 |
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07.10.08Stopp der Affenschande eingeleitetDer Deutsche Tierschutzbund und der Bremer Tierschutzverein begrüßen die angekündigte Entscheidung der Bremer Senatorin Ingelore Rosenkötter, die Affenversuche von Andreas Kreiter an der Universität Bremen abzulehnen. „Zehn Jahre sind mehr als genug für dieses unverantwortliche Projekt. Die große Mehrheit der Bremer Bürger steht hinter dieser Entscheidung, wie die Beteiligung an den entsprechenden Bürgerbegehren dokumentiert“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Vor Jahren hatten sich bereits auch mehr als 100 Professoren der Universität in einem Memorandum gegen die Affenversuche ausgesprochen.
„Auch wenn die Fürsprecher für die Affenversuche an der Universität immer wieder versuchen, die Bedeutung der Ergebnisse für den Menschen zu unterstreichen: Es handelt sich um Grundlagenforschung. Ein Nutzen für die Gesundheit des Menschen lässt sich auch nach zehn Jahren nicht ableiten“, so Apel. Die Universität behaupte, dass das Untersuchungsprogramm mit den Affen ständig im Sinne des Tierschutzes verbessert worden sei und die Tierhaltung in Bremen international als vorbildlich gelte. Fest steht jedoch, so die Tierschützer, dass im Neuantrag von Professor Kreiter, der nicht öffentlich diskutiert werden dürfe, in dieser Hinsicht nichts Positives zu finden sei.
Die von ihm immer wieder heruntergespielten Belastungen bei Affen-Schädeloperation und Flüssigkeitsentzug stehen nach wie vor auf dem Versuchsprogramm. Zudem würden diese um zusätzliche große Belastungen erweitert, die nicht genannt werden dürfen, weil die Kenner des Kreiterschen Antrags zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Apel ist selbst Tierschutzvertreter in der Tierversuchskommission: „Die Tiere werden über mehrere Jahre in den Versuchen eingesetzt, bis sie am Ende allesamt eingeschläfert werden. Wo, wenn nicht hier, stellt sich da die Frage nach den Grenzen der freien Forschung?“, fragt Apel.
Das Tierschutzgesetz schreibt ausdrücklich vor, dass die Belastung, der Tiere in Tierversuchen ausgesetzt werden dürfen, sorgfältiger gegen den möglichen Erkenntnisgewinn der Versuche abgewägt werden muss. Das seit 2002 im Grundgesetz festgeschriebene Staatsziel Tierschutz unterstreicht dies. Im konkreten Falle der Affenversuche ist die Belastung als so hoch einzuschätzen, das sie ethisch nicht zu vertreten ist, so die Tierschützer.
„Die Angriffe seitens der Universitätsleitung und Vertretern des Hochschulverbandes gegen den seriösen Tierschutz sind schon bezeichnend und zeigen einmal mehr, dass mit allen Mitteln versucht wird, kritische Argumente eindrucksvoll niederzumetzeln. Wer darf in diesem Staate eigentlich die Forschung kontrollieren, wenn nicht die gewählten Volksvertreter“, so Apel abschließend.
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