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Pressemeldungen Mai 2005 |
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19.05.05Rettung für zehntausende Straßenhunde und Katzen - Deutscher Tierschutzbund eröffnet neues Tierheim in OdessaNach über fünfjährigen intensiven Bemühungen ist es dem Deutschen Tierschutzbund jetzt gelungen, in Odessa das Zentrum zum Schutz der Straßentiere in Odessa (Ukraine) fertig zu stellen. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, eröffnete heute im Beisein von vielen Ehrengästen offiziell das moderne Tierheim. Für die Ukraine und Osteuropa ist das Tier- und Kastrationszentrum ein zukunftsweisendes Projekt mit Modell-Charakter. Einerseits wird der Tierschutz vor Ort verbessert, andererseits die Überpopulation von Straßentieren durch das Konzept „Fangen, Kastrieren, Freilassen“ verringert. Bevor sich der Deutsche Tierschutzbund engagierte, wurden rund 10.000 Straßenhunde in Odessa und Umgebung auf grausame Art und Weise eingefangen und massenweise qualvoll erstickt.
Die neue Stadtregierung unterstützte die Bemühungen des Deutschen Tierschutzbundes. Mit der Eröffnung des Tierheims zum Schutz und Hilfe für die Straßentiere in Odessa ist nun ein grauenvolles Schicksal zehntausender Tiere abgewendet. Das Tierheim wurde heute im Beisein des deutschen Botschafters in der Ukraine Dietmar Gerhard Stüdemann und dem Oberbürgermeister von Odessa Eduard Gurwiz eröffnet. Bischof Dr. Ratz und Pater Vladimir segneten zur Eröffnung das neue Tierschutzzentrum. „Dies ist ein wunderbarer Tag für den praktischen Tierschutz und für die Hunde und Katzen in Odessa und Osteuropa“, so Apel.
„Es war ein Kraftakt, der auch dank der Unterstützung tausender Tierfreunde erfolgreich gelang. Das Tierzentrum muss Vorbild für viele andere Städte sein, in denen Straßentiere noch immer misshandelt werden “, so Wolfgang Apel. Über die Jahre wuchs die Einsicht in der Bevölkerung und der Politik, dass der Überpopulation der Straßenhunde in Odessa nur mit einem Konzept „Fangen, Kastrieren, Freilassen“ wirkungsvoll begegnet werden kann. Etwa 100 Hunde wurden in den Tagen vor der offiziellen Eröffnung bereits kastriert, markiert und wieder ausgesetzt.
In den Jahren vor dem Engagement des Deutschen Tierschutzbundes zogen die städtischen Mitarbeiter im Morgengrauen durch die Straßen von Odessa und fingen die dort lebenden Hunde ein – egal ob sie einen Besitzer hatten oder nicht. Der Weg führte dann direkt in das Todeshaus, die Budka, in dem die Tiere für 3-4 Tage unversorgt eingepfercht wurden. Ohne ausreichende Versorgung, ohne jede veterinärmedizinische Behandlung vegetierten so jährlich 10.000 Straßenhunde in den Käfigen, bis sie in eine Blechtonne gesteckt und mit Chloroform getötet wurden. Als im Jahr 1999 die ersten Bilder aus der Budka dokumentiert wurden, wurde der Deutsche Tierschutzbund aktiv.
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