|

Tiertransporte |
|
|
Immer noch gibt es Tiertransporte quer durch Europa und sogar weit über dessen Grenzen hinaus. Mehr als 188 Millionen Tiere wurden 2007 allein durch Deutschland transportiert. Die Tiere werden sogar häufig mehrfach in ihrem Leben diesen Torturen ausgesetzt: Wird ein Kalb zum Beispiel in Bayern geboren, wird es zum Mästen nach Niedersachsen verfrachtet und von dort aus zum Schlachten nach Nordrhein-Westfalen. Das Verfahren gibt es europaweit - dann werden Tiere beispielsweise in Dänemark geboren, in Deutschland gemästet um schließlich in Italien geschlachtet zu werden. Die Tiere sind dann oft tagelang unterwegs, mitunter sogar Wochen, denn es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Transporte. Und die Exporte nehmen immer weiter zu.
Dieses System funktioniert nur auf Kosten der Tiere: Allein für die Schlachtung werden 360 Millionen Tiere quer durch Europa transportiert. Die Tiere leiden unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter oft drückender Hitze, quälendem Durst und Schmerzen aufgrund von Verletzungen. Kommen sie nach Tagen am Zielort an, sind sie meist völlig entkräftet und viele brechen vor Erschöpfung zusammen. |
|
|
Doppelstöckige Transporte von RindernUm möglichst viele Tiere auf einmal zu transportieren, werden Rinder häufig in Lastwagen auf zwei Ebenen übereinander geladen. Es ist jedoch fast unmöglich Rinder in einem doppelstöckigen LKW von vier Metern zulässiger Maximalhöhe zu transportieren, ohne dass sie sich verletzen. Die Decke ist so niedrig, dass Rinder leicht mit Kopf oder Rücken an die Decke stoßen und sich verletzten. Sie können nicht natürlich stehen, sind den Fahrtbewegungen hilflos ausgeliefert. Die Luft zirkuliert nur unzureichend, was Stress, Hitze und Durst zusätzlich fördert. Da es erlaubt ist, Rinder über 29 Stunden zu transportieren bis sie zum ersten Mal vom LKW abgeladen werden, müssen sie oft die ganze Fahrt über unter diesen Bedingungen leiden.
Die gültige Transport-Verordnung macht keine konkreten Angaben zur Deckenhöhe. Den kontrollierenden Tierärzten fehlen damit die Vorgaben, sie fertigen die doppelstöckigen LKW häufig ab. In anderen Ländern der EU hat man die Tierschutzproblematik der zweistöckigen Rindertransporte erkannt: In Dänemark sind sie bereits verboten und in Schweden werden die LKW nicht zugelassen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert auch ein Verbot in Deutschland, bislang zeigen die Bundesländer aber daran kein Interesse.
Immerhin will das Bundesverkehrsministerium keine Ausnahmen bei der maixmal zulässigen Gesamthöhe von vier Metern bei LKW zulassen. Damit wird der doppelstöckige Transport von Rindern in vielen Fällen nicht mehr zulässig, sofern sich die Transporteure an die geltenden Gesetze halten.
|
|
|
Neue europäische Gesetze mit alten Problemen2007 ist eine europäische Verordnung zum Schutz der Tiere beim Transport in Kraft getreten. Sie stellt jedoch nur einen Kompromiss dar, weil sich die Mitgliedsstaaten nicht einigen konnten. Entsprechend lasch sind die Vorschriften: Die Transportzeiten sind viel zu lang, das Platzangebot für die Tiere zu gering und die erlaubten Temperaturen in den Transportern zu hoch. Der EU-Kommission sind diese Probleme bekannt und die Verordnung soll nachgebessert werden - doch es ist völlig offen, wann dies geschehen soll.
Häufig werden nicht einmal die geringen Anforderungen der EU-Gesetzgebung eingehalten - es finden zu wenige Kontrollen statt. Deutschland hätte strengere nationale Regelungen durchsetzen können, hat von dieser Möglichkeit aber keinen Gebrauch gemacht. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich weiterhin für eine Verbesserung der Transportbedingungen für Tiere ein und fordert unter anderem eine Begrenzung der Transportzeiten auf maximal vier Stunden bei nationalen Transporten, international auf höchstens acht Stunden.
Besonders problematisch sind Transporte in Länder außerhalb der EU, wo die Zustände bei der Haltung, Transport und Schlachtung häufig noch schlimmer sind als in der EU.
|
Mehr zu diesem Thema:
|
|
|
|
|
|

 | | |
 |
| Melden Sie Ihr Haustier beim Deutschen Haustierregister.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| In den engen Käfigen können sich die Hennen kaum bewegen.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Privat lassen sich Echsen und Co nicht artgerecht halten.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Wie können Tiere zu ihrem Recht kommen?
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Millionen vegetieren in engen, dunklen Ställen.
|  |
|
| |
|

|