|

Schweine |
|
|
Glücksschweine leben andersDie gängige industrielle Schweinehaltung ist nicht artgerecht. Sie widerspricht dem Tierschutzgesetz, dem zufolge ein Tier seinen Bedürfnissen entsprechend verhaltensgerecht untergebracht werden muss.
Die Stallungen werden jedoch so gebaut, dass die Landwirte möglichst wenig Arbeit haben. Schweine stehen daher auf Betonspaltenböden, durch die Kot und Urin hindurchfallen. Damit entfällt das Ausmisten. Es entsteht allerdings konzentrierte Gülle, die schädlich für die Atemwege von Mensch und Tier ist und sich außerdem schädlich auf die Umwelt auswirkt.
|
|
|
Haltungsbedingungen Millionen deutscher Mastschweine vegetieren in engen, dunklen Ställen bewegungslos dahin. Dies führt dazu, dass sie unter Kreislaufschwäche, Gelenk- und Muskelkrankheiten, Druckstellen, Hautabschürfungen und Klauenverletzungen leiden.
Die Tiere bekommen keinen Auslauf. Suhl- und Scheuermöglichkeiten sind nicht vorhanden. Es gibt kein Material wie etwa Stroh, das zum Bearbeiten, Wühlen oder für den Nestbau geeignet wäre.
Die Langeweile ruft Verhaltensstörungen hervor wie "Stangenbeißen", "Trauern" (das Tier sitzt auf seinen Hinterläufen und lässt den Kopf hängen) oder "Schwanzbeißen" bis hin zum Kannibalismus.
Damit die Tiere ihre aufgestauten Aggressionen nicht aneinander auslassen und sich gegenseitig verletzen können, kupiert man ihnen prophylaktisch die Schwänze - anstatt die Ursachen für den Stress, die Haltung auf engstem Raum, zu beseitigen. Dies geschieht ohne Betäubung.
|
|
|
Sauenwerden, bis auf wenige Wochen im Jahr, einzeln in Kastenständen gehalten, die so eng sind, dass sich die Tiere nicht einmal umdrehen können. Die Tiere werden frustriert. Sie sitzen teilnahmslos da oder beißen an den Gitterstäben ihrer Behausung herum. Auch die Abferkelbucht bietet den Tieren keine besseren Bedingungen. Die Muttertiere sind fixiert, damit sie sich nicht auf ihre Ferkel legen. Völlig unberücksichtigt bleibt hierbei, dass Sauen das Bedürfnis haben, ein Nest für ihre Ferkel zu bauen, wie es ihrer Natur entspricht. Dadurch, dass sie sich überhaupt nicht bewegen können, werden sie häufig krank. Eine direkte Folge davon ist der MMA-Komplex, eine äußerst schmerzhafte Euter- und Gebärmutterentzündung, die mit Milchmangel einhergeht.
|
|
|
FerkelUm das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu vermeiden, werden männliche Ferkel bis zum Alter von sieben Tagen kastriert. Dies geschieht routinemäßig ohne Betäubung. Dem deutschen Tierschutzgesetz zufolge ist das erlaubt. Das Ferkel wird dazu kopfüber in eine Apparatur geklemmt. Seine Beine werden auseinander gespreizt und fixiert. Die zarte Haut, die die empfindlichen Hoden des kleinen Tieres schützt, wird mit einem Messer aufgeritzt, die Hoden werden herausgezogen und mit dem Messer abgeschnitten. All dies geschieht im Akkord und in der Regel unter entsprechend grober Handhabung der Tiere.
Frisch kastrierte Ferkel zittern am ganzen Leib, müssen sich häufig auch übergeben. Da der Eingriff von Laien und oft unter hygienisch nicht einwandfreien Bedingungen durchgeführt wird, kommt es im Nachhinein häufig zu Infektionen. Es steht außer Frage, dass die Ferkel während und nach der Prozedur große Schmerzen erleiden.
Die Kastration könnte mit Betäubung durchgeführt werden. doch aus wirtschaftlichen Gründen wird dies unterlassen.
Nach dem Absetzen von der Mutter (dritte bis fünfte Lebenswoche) kommen die Ferkel bis zum Alter von zehn bis 15 Wochen (25 Kilogramm Gewicht) in den Ferkelaufzuchtstall. Häufig werden die Tiere gruppenweise in Flatdecks gehalten. Das sind Drahtkäfige mit einem zwei bis drei Quadratmeter großen Lochboden. Pro Quadratmeter sind darin vier bis fünf Ferkel untergebracht. Flatdecks können bis zu drei Etagen übereinander gestapelt werden, man spricht dann von einer Ferkelbatterie. |
|
|
Wir kämpfen dafür, dass Schweine nur mit Betäubung kastriert und artgerecht gehalten werden, und fordern:
- Gruppenhaltung für trächtige Sauen
- Trennung von Liege- und Kotbereich
- Ausreichend große Liegeflächen für Sauen, Ferkel und Mastschweine
- Liegefläche mit Stroh oder ähnlichem Material eingestreut
- Stroh nicht nur als Einstreu, sondern auch zur Nahrungsergänzung, zum Wühlen und zur Beschäftigung
- Abferkelbuchten mit freier Bewegungsmöglichkeit für Sau und Ferkel
- Absetzen der Ferkel frühestens mit 28 Tagen
Anschließend:
- Bildung stabiler Gruppen
- Kein späteres Mischen der Tiere
- Keine Flatdeck-Haltung für Ferkel
- Tageslicht
- Auslauf im Freien
- Kein Kupieren der Schwänze
- Kein Markieren der Tiere mittels Einkerben (besser: elektronische Kennzeichnung)
- Keine Kastration
|
|
|
Helfen Sie uns, den Schweinen zu helfenWenn Sie nicht ganz auf Fleisch verzichten möchten, dann achten Sie beim Kauf darauf, dass das Fleisch von Betrieben stammt, die ihre Tiere artgerecht halten. NEULAND-Betriebe und Bio-Betriebe halten ihre Schweine mit Auslauf und Einstreu. Fordern sie die NEULAND-Einkaufsliste an.
Fragen Sie beim Einkauf auch nach, ob Sie Fleisch von unkastrierten Tieren erhalten können, um nicht auch noch die qualvolle Kastration der Ferkel zu unterstützen.
Wenn Sie die Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes für eine artgerechte Schweinehaltung unterstützen und mit uns gegen die tierquälerische Schweinehaltung protestieren möchten, beteiligen Sie sich an unseren Aktionen.
|
Mehr zu diesem Thema:
|
|
|
|
|
|

 | | |
 |
| Melden Sie Ihr Haustier beim Deutschen Haustierregister®.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| In den engen Käfigen können sich die Hennen kaum bewegen.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Privat lassen sich Echsen und Co nicht artgerecht halten.
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Wie können Tiere zu ihrem Recht kommen?
|  |
|
| |
 | | |
 |
| Millionen vegetieren in engen, dunklen Ställen.
|  |
|
| |
|

|